Ostara Rituale zu Persephones Rückkehr

drei zauberhafte Wege den Frühling zu empfangen

Ich bin ein Frühlingskind.

April-geboren, Widder durch und durch, und jedes Jahr wenn der März sich dem Ende neigt spüre ich es körperlich, dieses Erwachen. Als würde wieder Leben in meinen Kopf fahren, Ideen die sich drängen, eine Kraft die ich im Winter vermisst habe. Die Luft ist noch kühl, die Sommerhitze noch weit weg, und ich stehe draußen und denke: Ich könnte Bäume ausreißen. Ich will backen, ausprobieren, Farben mischen, das Leben wieder mit allen Sinnen anfassen!

Für mich fühlt sich Ostara so an wie ein tiefer Atemzug nach einer langen Pause.

Der 20. März ist die Frühlings-Tagundnachtgleiche, einer der acht Feste des keltischen Jahreskreises, der Moment in dem Tag und Nacht sich exakt die Waage halten. Licht und Dunkel, gleichberechtigt, Seite an Seite, bevor das Licht langsam die Führung übernimmt. Wir feiern diesen Tag als Fest der Erneuerung, des Erwachens, der ersten Kraft die sich aus der Erde drückt und noch zittert vor Kälte aber trotzdem kommt.

Und es ist kein Zufall, dass Ostara der Tag ist, an dem Persephone zurückkehrt.

Die Göttin die in der Unterwelt herrschte, die den Winter in sich trug, die zwischen zwei Welten lebte. Sie kommt zurück weil sie bereit ist, weil die Dunkelheit ihr gegeben hat was sie geben konnte und die Zeit für Licht gekommen ist. Sie kehrt zurück als Königin, die weiß was sie trägt. Mit der Unterwelt noch in den Knochen und dem Frühling bereits in den Händen.

Diese drei Rituale sind meine Einladung an dich, Ostara so zu begehen wie es Persephone würdig ist, als echte Begegnung mit dir selbst, tief, ehrlich, wirklich und mit etwas Magie.

Ritual 1: Der Ostara-Altar, ein Spiegel deiner Rückkehr

Ein Altar sollte kein esoterisches Requisit sein. Er ist ein bewusst gestalteter Ort der dir jeden Tag sagt: Hier bin ich. Das ist wer ich gerade bin. Das ist wohin ich gehe. Er ist dein persönlicher Ort der Einkehr.

Zu Ostara trägt dein Altar die Sprache des Übergangs, von Dunkel zu Licht, von Winter zu Frühling, von wer du warst zu wer du wirst.

Was du brauchst:

Eine Fläche die dir gehört, ein Fensterbrett, ein kleines Tablett, eine Ecke deines Schreibtischs. Ostara-Farben: Gelb, Grün, Weiß, zartes Rosa (oder was immer du gerade fühlst was dir guttut), die Farben die draußen gerade entstehen.

Symbole der Rückkehr

Eier als Zeichen der Erneuerung und des Lebens das wartet, erste Frühlingsblumen wie Narzissen oder Krokusse, Knospen von einem Ast den du draußen gefunden hast. Einen Granatapfel oder seine Kerne als Erinnerung an Persephone und die Entscheidung die sie getroffen hat. Eine Kerze in Gelb oder Weiß für das wiederkehrende Licht.

Wie du ihn gestaltest

Nimm dir Zeit. Leg die Dinge bewusst hin, halte jeden Gegenstand kurz in den Händen bevor du ihn platzierst und frag dich: Was bedeutet das für meine eigene Rückkehr gerade? Was kehrt in mir zurück nach diesem Winter?

Der Altar ist fertig wenn er sich nach dir anfühlt, wenn du ihn anschaust und denkst: Ja. Das bin ich gerade. Zünde dann die Kerze an, sitz einen Moment davor und lass die Stille sprechen. Es ist ein Ritual das du einfach machen kannst, ohne Perfektion, ohne Vorbereitung, einfach so wie du gerade bist.

Für mich fühlt es sich immer an, wie eine buntere, lebendigere Version meines Rauhnachtsaltars ;).

Ritual 2: Das Schreib-Ritual – die Geschichte die du jetzt schreibst

Persephone kehrt nicht als dieselbe zurück die gegangen ist. Sie trägt die Unterwelt in sich, die Dunkelheit, das Wissen, und genau deshalb kann sie den Frühling bringen, weil sie weiß was er wert ist.

Dieses Schreib-Ritual lädt dich ein, deiner eigenen Rückkehr einen Namen zu geben.

Was du brauchst:

Ein Notizbuch und einen Stift den du magst. Eine Tasse Tee oder Kakao. Stille oder leise Musik ohne Text. Mindestens 20 Minuten nur für dich.

Wie es funktioniert

Setz dich hin, atme dreimal tief durch und schreib dann ohne nachzudenken, ohne zu korrigieren, ohne auf Grammatik zu achten, einfach schreiben was kommt. Beginne mit diesen Sätzen als Einstieg:

„Der Winter hat mir genommen…“ Schreib alles auf was du losgelassen hast, was gestorben ist, was du zurückgelassen hast. Keinen Verlust kleinreden, alles darf hier stehen.

„Der Winter hat mir gegeben…“ Was hast du gelernt in der Stille? Was hast du in dir gefunden das du im Lärm des Sommers nie gehört hättest?

„Was jetzt zurückkehrt in mir ist…“ Was spürst du erwachen? Was will wieder ans Licht? Was hat gewartet?

„Die Geschichte die ich jetzt schreibe lautet…“ Ein Satz, nur einer, der wichtigste Satz über dein Leben gerade.

Dieser letzte Satz ist dein Ostara-Versprechen an dich selbst. Lies ihn laut vor und spür wie er sich anfühlt wenn er aus deinem Mund kommt. Hier geschieht Verwandlung, deine ganz eigene Alchemie (Vorsicht magisch!!).

Ritual 3: Das Feuer und was jetzt sterben darf

Persephone bringt den Frühling, aber der Frühling kann nur kommen wenn der Winter wirklich vorbei ist. Manchmal müssen wir dem Winter aktiv Lebewohl sagen, bewusst, mit einer Geste die größer ist als ein Gedanke.

Feuer ist seit Jahrtausenden das Symbol der Reinigung und des Neubeginns. Was brennt, ist wirklich weg. Das ist tatsächlich keine Metapher, das ist Physik. Und manchmal braucht unsere Psyche genau diese Physik um loszulassen was sie im Kopf schon längst loslassen wollte.

Was du brauchst:

Ein Blatt Papier und einen Stift. Eine Kerze oder einen feuerfesten Behälter draußen wenn du ein größeres Feuer möchtest. Streichhölzer. Und die Bereitschaft, etwas wirklich loszulassen (bitte ehrlich sein).

Wie es funktioniert

Nimm das Blatt Papier und schreib alles darauf was du nicht mehr mit in den Frühling nehmen willst. Die Glaubenssätze die dich klein halten. Die Geschichte die andere über dich erzählt haben. Die Erschöpfung die du mit dir trägst wie einen schweren Mantel. Die Version von dir die du warst, bevor du wusstest wer du wirklich bist. Schreib alles was kommt, ohne dich zurückzuhalten.

Dann lies es einmal durch, sag laut: Das darf jetzt gehen und verbrenne es.

Schau wie das Papier sich verwandelt, wie die Worte verschwinden, wie aus dem was dich gehalten hat Asche wird. Bleib dabei, lass das wirklich passieren. Wenn die Asche abgekühlt ist, gib sie der Erde zurück, in deinen Garten, in einen Blumentopf, unter einen Baum. Was gestorben ist wird Nährboden, und das ist vielleicht die tiefste Weisheit die Persephone und Ostara uns schenken.

Was diese drei Rituale gemeinsam haben

Sie verlangen nichts von dir was du nicht schon hast. Keine besondere Ausrüstung, keine spirituelle Vorbildung, keinen perfekten Zustand. Sie verlangen nur deine Aufmerksamkeit und deine Bereitschaft, dich selbst wirklich anzuschauen.

Ostara ist das Fest des Übergangs, des ehrlichen, manchmal zögernden, manchmal überwältigenden Moments in dem du entscheidest: Jetzt ist Zeit für Licht. Persephone hat diese Entscheidung getroffen, jeden Jahr aufs Neue, und sie trifft sie weil sie weiß was die Dunkelheit ihr gegeben hat. Weil sie beide Welten kennt und trotzdem zurückkommt.

Vielleicht spürst du während du diese Zeilen liest, dass du diese Entscheidung gerade auch triffst, auf deine ganz eigene Art, in deinem ganz eigenen Rhythmus. Genau das ist Ostara.

Ich wünsche dir ein wundervolles Fest. Zünde eine Kerze an, back etwas, mal etwas bunt, geh raus in die kühle Frühlingsluft und spür diese Kraft die gerade überall erwacht, auch in dir.

Und wenn du tiefer eintauchen möchtest, in Ostara, in die anderen sieben Feste des Jahreskreises, in die Göttinnen und Archetypen die jeden dieser Momente tragen, dann habe ich etwas für dich.

In meinem Jahreskreisfest Guide findest du Hintergründe, Bedeutungen und weitere Rituale zu allen acht Festen, von Samhain bis Mabon, als Begleiter durch das ganze Jahr. Er wartet bereits auf dich.

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Ostara Rituale zu Persephones Rückkehr – drei zauberhafte Wege den Frühling zu empfangen

Der 20. März ist die Frühlings-Tagundnachtgleiche, einer der acht Feste des keltischen Jahreskreises, der Moment in dem Tag und Nacht sich exakt die Waage halten. Licht und Dunkel stehen gleichberechtigt nebeneinander, bevor das Licht langsam die Führung übernimmt. Wir feiern diesen Tag als Fest der Erneuerung, des Erwachens, der ersten Kraft die sich aus der Erde drückt und noch zittert vor Kälte aber trotzdem kommt.

6 geheime Symbole in Persephones Geschichte

Die Geschichte von Persephone ist voller Symbole, Zeichen, die wir übersehen, weil wir denken, wir kennen die Story schon. Aber diese Symbole erzählen eine andere Geschichte als die, die man uns beigebracht hat. Heute zeige ich dir 6 Symbole in Persephones Mythos, die du wahrscheinlich übersehen hast und was sie wirklich bedeuten, wenn wir sie mit einem wachem Blick lesen.

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Über mich

Ich, Ann-Kathrin, war einmal die Frau, die in Räumen unsichtbar wurde. Die ihre Meinung schluckte, bevor sie ausgesprochen war. Die lernte, dass Liebe etwas ist, das man sich verdient durch Anpassung, durch Schweigen, durch das Verschwinden der eigenen Bedürfnisse.

Mit 23 konnte ich manchmal kaum aufstehen. Nicht weil mein Körper krank war, sondern weil meine Seele unter einem Gewicht lag, das ich nicht benennen konnte. Bis zu dem Tag, an dem ich zum ersten Mal von Coaching hörte. Von der Idee, dass Geschichten nicht festgeschrieben sind.

Heute bin ich Story Alchemistin. Ich begleite Frauen auf dem Weg von der Gefangenen zur Schöpferin ihrer eigenen Geschichte. Mit den Archetypen wilder Göttinnen als Wegweiserinnen. Mit der uralten Weisheit, dass Transformation Zerstörung verlangt.

Die alte Geschichte niederbrennen. Die neue aus der Asche erschaffen. Das ist meine Arbeit. Das ist Story Alchemie.

Und genau diesen Weg gehe ich mit Frauen, die bereit sind, ihre eigene Verwandlung zu wagen.

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