6 Anzeichen, dass die Herrscherin in dir erwacht

(auch wenn du dich gerade gar nicht so fühlst)

Eins muss ich direkt klarstellen: Ich fühle mich gerade gar nicht wie eine Königin.

Ich erschaffe mein Leben, ja, das stimmt. Ich treffe Entscheidungen, ich gestalte, ich bin kein passiver Zuschauer meines eigenen Lebens. Aber dieses große Queen-Gefühl, dieses „ich betrete den Raum und alle wissen es“, das ist gerade einfach weg. Und ich frage mich ob die Herrscherin vielleicht gar nicht immer so aussieht wie ich dachte.

Diese Woche habe ich über Elsa Schiaparelli gelesen, diese wundervolle verrückte Frau die Hummer auf Abendkleider genäht hat und Chanel das Fürchten lehrte. Die ihren eigenen Blick auf die Welt einfach in Stoff und Form gebracht hat, surreal und unentschuldigt, und die Welt hat gejubelt. Und irgendwo beim Lesen dachte ich… genau das. Das ist Herrscherin-Energie. Das Ernstnehmen der eigenen Wahrnehmung. Der Thron hat damit wenig zu tun.

Das hat mich direkt zu meiner eigenen Frage geführt, die mich schon eine Weile begleitet. Wie gestalte ich mein Leben wirklich so wie ich bin? Von der Kleidung, die ich morgens wähle, bis zu wie ich mich abends hinlege. Wie tue ich mir selbst nachhaltig gut, tief gut, weil ich spüre, wie viel das mit meiner Selbstwahrnehmung macht. Wie viel geerdeter und stärker ich bin wenn ich mich kenne und gut behandle und dabei aufhöre mich als Letzte auf meiner eigenen Prioritätenliste zu setzen.

Die Herrscherin fängt, so viel ist mir klar geworden, morgens beim Anziehen an.

Wer ist die Herrscherin eigentlich?

Die Herrscherin ist einer der zwölf Archetypen nach Carol S. Pearson, und sie steht für Verantwortung, Gestaltungskraft und die Fähigkeit das eigene Leben aktiv zu führen. Sie wartet, bis das Leben eine Form annimmt? Nein. Sie gibt ihm eine.

Klingt erstmal mächtig und weit weg, ich weiß.

Aber sie hat eine Schattenseite, die viel interessanter ist als ihre Stärke. Sie muss nämlich erst lernen sich selbst zu regieren, bevor sie irgendetwas anderes regieren kann. Und das ist der Punkt, wo es für viele von uns kippt. Wir kennen uns selbst zu wenig. Wir behandeln uns als letzte auf der Liste. Und dann wundern wir uns, warum das Leben sich anfühlt wie etwas das einfach mit uns passiert.

In meiner Arbeit sehe ich das gerade sehr deutlich. Klientinnen, die erzählen, wie sie sich unterordnen müssen, wie sie eigentlich gar nicht richtig am Leben teilnehmen, wie alles an ihnen vorbeirauscht. Das ist das Gegenteil der Herrscherin, und es hat fast immer dieselbe Wurzel. Irgendwann wurde das eigene Wahrnehmen, das eigene Wollen, das eigene Ernstnehmen so oft zurückgestellt, dass der Kontakt dazu abgebrochen ist.

Die Herrscherin zu erwecken, bedeutet genau diesen Kontakt wiederherzustellen. Und das passiert in kleinen Momenten, viel öfter als man denkt.

Wie erkennst du sie in dir?

Hier sind sechs Anzeichen, und sie sehen gar nicht so aus wie du erwartest.

Das erste ist, wenn du merkst, dass etwas sich falsch anfühlt und du es sagst. Vielleicht leise, vielleicht mit Zittern in der Stimme, aber du gehst nicht mehr drüber hinweg als wäre es nichts. Das ist ein Anfang.

Das zweite passiert morgens beim Anziehen. Das klingt banal, ich weiß. Aber Kleidung ist eine Aussage an uns selbst, lange bevor sie eine Aussage an andere ist. Wenn du morgens greifst, was gerade obenauf liegt, ohne nachzudenken, ist das was anderes, als wenn du kurz innehältst und fragst was sich heute nach dir anfühlt. Schiaparelli hat das gewusst. Kleidung ist Haltung.

Das dritte ist, wenn du dir guttust, ohne es dir erst zu verdienen. Das schnelle Wohlfühlen kennen wir alle, eine Serie, noch eine Folge, noch ein Glas. Das ist alles okay, aber es ist ein Unterschied zu dem tiefen Gut-Tun das sich in Stille zeigt, in Schlaf, in Bewegung, die sich richtig anfühlt, in Dingen die wirklich nähren.

Das vierte ist, wenn du dein eigenes Wahrnehmen ernst nimmst. Das, was du siehst, wenn niemand zuschaut, das, was du spürst, bevor du es wegrationalisierst. Künstlerinnen wie Schiaparelli faszinieren mich genau deshalb, weil sie ihre Perspektive ernst genug nehmen, um sie in die Welt zu rufen. Die Herrscherin in dir tut das auch.

Das fünfte ist, wenn du Grenzen setzt, ohne dich dafür zu entschuldigen. Weil du weißt, was du brauchst, und weil das wichtig genug ist.

Und das Sechste ist vielleicht das unscheinbarste: wenn du aktiv gestaltest, auch wenn es klein ist. Du entscheidest, was du heute kochst, welchen Weg du gehst, wie dein Morgen aussieht. Du gibst dem Leben eine Form.

Was Kleopatra uns zeigt

Kleopatra ist die vielleicht bekannteste Herrscherin der Geschichte, und sie ist interessant, weil sie keine Göttin war. Sie war ein Mensch. Eine Frau die sieben Sprachen gesprochen hat, politisch dachte wie kaum jemand vor ihr, und die sich bewusst mit Isis identifiziert hat, weil sie wusste welche Kraft in diesem Bild steckt.

Sie hat sich selbst erschaffen. Bewusst, klug, mit Rosenöl und politischem Kalkül und einer Portion Theatralik die bis heute nachwirkt.

Das ist die Herrscherin. Eine Frau, die sich selbst ernst nimmt, die weiß, was sie wahrnimmt und es in die Welt bringt, die auf niemanden wartet, der ihr sagt, wer sie ist.

Und die Geschichte fängt, wie gesagt, morgens beim Anziehen an.

Willst du immer weiter warten bis das Leben eine Form annimmt, oder fängst du heute an ihr eine zu geben?

Bist du bereit deine Geschichte neu zu schreiben?

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6 Anzeichen dass die Herrscherin in dir erwacht (auch wenn du dich gerade gar nicht so fühlst)

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Über mich

Ich, Ann-Kathrin, war einmal die Frau, die in Räumen unsichtbar wurde. Die ihre Meinung schluckte, bevor sie ausgesprochen war. Die lernte, dass Liebe etwas ist, das man sich verdient durch Anpassung, durch Schweigen, durch das Verschwinden der eigenen Bedürfnisse.

Mit 23 konnte ich manchmal kaum aufstehen. Nicht weil mein Körper krank war, sondern weil meine Seele unter einem Gewicht lag, das ich nicht benennen konnte. Bis zu dem Tag, an dem ich zum ersten Mal von Coaching hörte. Von der Idee, dass Geschichten nicht festgeschrieben sind.

Heute bin ich Story Alchemistin. Ich begleite Frauen auf dem Weg von der Gefangenen zur Schöpferin ihrer eigenen Geschichte. Mit den Archetypen wilder Göttinnen als Wegweiserinnen. Mit der uralten Weisheit, dass Transformation Zerstörung verlangt.

Die alte Geschichte niederbrennen. Die neue aus der Asche erschaffen. Das ist meine Arbeit. Das ist Story Alchemie.

Und genau diesen Weg gehe ich mit Frauen, die bereit sind, ihre eigene Verwandlung zu wagen.

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