Litha, wie du die Sommersonnenwende

mit Gaia feierst

Diese Woche war es bei uns grau und regnerisch, fast jeden Tag. Die Sorte Regen, die schwer und still auf alles drückt und einen vergessen lässt, dass der längste Tag des Jahres gerade näherrückt.

Und trotzdem ist er da. Am 21. Juni steht die Sonne so hoch wie sie das ganze Jahr nur einmal steht, und Litha, die Sommersonnenwende, kommt pünktlich ganz unabhängig davon ob der Himmel mitmacht oder nicht. Ich schaue auf die Wettervorhersage für das Wochenende und dort steht Wärme und Sonne, als hätte Gaia selbst auf ihrem großen Auftritt bestanden.

Ich selbst befinde mich gerade im Herbst meines Zyklus und ich merke, wie meine Energie sich gerade verändert. Lange hat mich das genervt, dieses gefühlte Auf und Ab, das Mehr und das Weniger. Bis ich verstanden habe, dass das kein Auf und Ab ist, sondern zwei völlig verschiedene Arten von Stärke die abwechselnd an die Oberfläche kommen. In der ersten Hälfte meines Zyklus habe ich viel Umsetzungsenergie, meine soziale Batterie ist voll, ich möchte nach draußen, beginne Dinge, knüpfe Verbindungen. In der zweiten Hälfte, die jetzt gerade beginnt, möchte ich weniger Menschen um mich haben, dafür tiefere Gespräche, und ich merke, dass ich schwierige Denkaufgaben jetzt viel leichter löse, als hätte mein Verstand in der Stille mehr Raum bekommen.

Das ist ein Zyklus, und wenn ich ehrlich bin, ist er eine der verlässlichsten Strukturen in meinem Leben, weil er sich immer wiederholt und weil er mir jedes Mal zeigt, wo ich gerade bin.

Und genau das ist auch Litha. Der höchste Punkt des Jahres, der Moment, in dem die Sonne am längsten am Himmel steht, ist gleichzeitig der Moment, in dem die Wende bereits beschlossen ist. Ab dem 22. Juni werden die Tage wieder kürzer, langsam, aber Schritt für Schritt. Das klingt zwar irgendwie negativ, aber die alten Kulturen sahen das anders. Sie feierten Litha als den Punkt, an dem man innehalten und die Fülle wirklich spüren kann, bevor das Rad sich weiterdreht, als Einladung den Höhepunkt zu würdigen, statt schon wieder ans Nächste zu denken.

Bevor das Christentum die europäischen Festkalender übernahm, feierten Menschen auf der ganzen nördlichen Halbkugel diese Nacht, entzündeten Feuer auf Hügeln, sammelten Kräuter in der Johannisnacht, tanzten bis in den Morgen. Es war das gelebte Wissen, dass die Erde Zyklen hat und dass man mit diesen Zyklen leichter lebt als gegen sie.

Gaia kennt diesen Zyklus tiefer als irgendjemand sonst. Sie hat ihn Jahrmilliarden lang gelebt, und sie lebt ihn jetzt gerade wieder, in jedem Halm, der in der Junisonne steht, in jeder Holunderblüte, die gerade aufgeht, in der Wärme, die auf ihrem Höhepunkt steht und die gleichzeitig schon weiß, dass der Herbst kommt.

Was Litha wirklich ist

Das Johanniskraut und der Holunder sind die Pflanzen, die in der Johannisnacht seit Jahrtausenden gesammelt wurden, und ich habe diese Woche mich viel mit beiden beschäftigt.

Das Johanniskraut blüht genau jetzt, um den 21. Juni herum. Seine gelben Blüten sind so sonnengefärbt, dass man meinen könnte Gaia hätte die Sonne selbst darin eingewickelt. Wenn man eine Blüte zwischen den Fingern zerreibt, hinterlässt sie einen purpurroten Fleck aus den Hypericin-Drüsen, jener Verbindung, die der Pflanze ihre medizinische Kraft gibt. Volkstümlich galt diese purpurrote Farbe als das Blut des Johannis, und in der Volksmedizin war Johanniskraut das universelle Heilkraut gegen alles, was die Dunkelheit in einem wachsen lässt, gut für die Nerven, gut für die Stimmung, gesammelt auf dem Höhepunkt des Lichts, um durch die dunklen Monate zu tragen.

Der Holunder steht gerade in seiner vollen Blüte, diese cremefarbenen Dolden, die einen leichten Duft nach Sommer verströmen, den ich kaum irgendwo anders so finde. Im Volksglauben war der Holunderbusch der Sitz der Frau Holle, einer Schutzgeistin, und man schnitt ihn nicht ohne ihre Erlaubnis zu bitten, weil man wusste, dass man in die Heimat von jemandem eingreift. Holunderblüten wurden zu Sirup, zu Likör, zu Tee, zu Salben verarbeitet, zu allem, was einen durch den Winter tragen sollte. Ein Holunderblütensirup, den du jetzt ansetzt, wird noch im Dezember nach Sommer schmecken, nach dieser Wärme, nach diesem Licht, das du in ein Glas gefüllt hast.

Beide Pflanzen machen dasselbe, sie nehmen die Sonnenenergie auf ihrem Höhepunkt in sich auf und machen sie haltbar. Das ist eine sehr alte Idee, und sie taugt auch außerhalb der Botanik. Was nimmst du gerade in dich auf das dich durch die dunkleren Zeiten des Jahres trägt?

Wie du Litha feiern kannst

Wenn du Litha dieses Jahr bewusst begehen möchtest, braucht es kein aufwendiges Ritual. Es braucht einen einzigen Moment, in dem du wirklich innehältst. Das könnte so einfach sein wie am 21. Juni irgendwann rauszugehen und die Sonne auf der Haut zu spüren, ohne Telefon, ohne Weitergehen, einfach stehen und wissen, dass diese Sonne gerade auf ihrem Höhepunkt ist.

Holunderblüten sammeln und sich damit einen Tee machen und an den Lieblingsplatz setzen und den Sommer durch die Tasse einatmen wäre eine andere Art. Oder am Abend des 21. Juni ein Notizbuch aufzuschlagen und sich zu fragen, was im eigenen Leben gerade auf seinem Höhepunkt ist, welches Projekt, welche Beziehung, welche Version von dir selbst gerade am vollsten ist, und was davon langsam reifen und sich verwandeln darf, so wie die Tage nach Litha sich langsam wieder in Richtung Dunkel wenden.

All das ist Gaia. Die Erde, die weiß, dass jeder Höhepunkt eine Wende trägt und dass beides zum Zyklus gehört.

Solltest du noch mehr Ideen brauchen, lade dir unbedingt meinen Jahreskreisfeste Guide herunter! Hier habe ich noch ein Ideen und Impulse für dich zusammengetragen :).

Zum Mitnehmen

Und vielleicht ist das die wichtigste Einladung von Litha für uns Frauen. Einmal aufhören weiterzugehen. Den vollen Stand der Sonne wirklich spüren. Den eigenen Höhepunkt erkennen und würdigen.

Willst du immer weiter an deinen eigenen Höhepunkten vorbeigehen, ohne innezuhalten, oder erlaubst du dir jetzt einen Moment des echten Ankommens?

Bist du bereit deine Geschichte neu zu schreiben?

Wenn du die Sommersonnenwende bewusst begehen möchtest, unsere Sommerrauhnächte starten am 21. Juni, einbuchen kannst du dich noch bis zum 20.6. Wir (Sabrina Specken & Ann-Kathrin) begleiten dich durch diese sommerliche magische Zeit 12 Tage lang via WhatApp mit Impulsen zu jedem Tag. Nutze jetzt die Zeit um deine Pläne umzusetzen.

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Litha, wie du die Sommersonnenwende mit Gaia feierst

Litha, die Sommersonnenwende, ist der höchste Punkt des Jahres und gleichzeitig der Moment in dem die Wende bereits beschlossen ist. Wie du diesen Tag bewusst feierst, mit Johanniskraut, Holunderblüten und einem einzigen Moment des echten Innehaltens. Inspiriert von der Urgöttin Gaia. Litha Bedeutung, Sommersonnenwende Rituale, Jahreskreisfeste, Gaia.

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Über mich

Ich, Ann-Kathrin, war einmal die Frau, die in Räumen unsichtbar wurde. Die ihre Meinung schluckte, bevor sie ausgesprochen war. Die lernte, dass Liebe etwas ist, das man sich verdient durch Anpassung, durch Schweigen, durch das Verschwinden der eigenen Bedürfnisse.

Mit 23 konnte ich manchmal kaum aufstehen. Nicht weil mein Körper krank war, sondern weil meine Seele unter einem Gewicht lag, das ich nicht benennen konnte. Bis zu dem Tag, an dem ich zum ersten Mal von Coaching hörte. Von der Idee, dass Geschichten nicht festgeschrieben sind.

Heute bin ich Story Alchemistin. Ich begleite Frauen auf dem Weg von der Gefangenen zur Schöpferin ihrer eigenen Geschichte. Mit den Archetypen wilder Göttinnen als Wegweiserinnen. Mit der uralten Weisheit, dass Transformation Zerstörung verlangt.

Die alte Geschichte niederbrennen. Die neue aus der Asche erschaffen. Das ist meine Arbeit. Das ist Story Alchemie.

Und genau diesen Weg gehe ich mit Frauen, die bereit sind, ihre eigene Verwandlung zu wagen.

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