Der Herbst rollt gerade an, die Luft riecht nach Erde und Äpfeln, und das Licht bekommt diesen goldenen Ton, den kein Filter hinbekommt. Genau jetzt steht Mabon vor der Tür, die Herbst-Tagundnachtgleiche, und ich möchte dir erzählen, warum dieses alte Fest so viel mehr ist als Kerzen anzünden und hübsch aussehen auf Instagram.
Mabon fällt auf den 22. September, den Tag an dem Licht und Dunkelheit gleich lang sind, bevor die Dunkelheit die Führung übernimmt. Im keltischen Jahreskreis ist es das zweite von drei Erntefesten, nach Lammas im August und vor Samhain Ende Oktober.
Es geht um Ernte und Dankbarkeit, aber nicht nur für das, was im Garten gewachsen ist. Auch für das, was du in deinem Leben gesät hast. Und weil Licht und Dunkel sich an diesem Tag exakt die Waage halten, ist Mabon gleichzeitig ein Moment ehrlicher Bilanz. Was ist gewachsen? Und was hast du losgelassen, freiwillig oder nicht?
Denn Mabon ist auch das Fest des Loslassens. So wie die Natur ihre Blätter fallen lässt, darfst auch du Ballast abwerfen. Alte Glaubenssätze, Beziehungen, die nicht mehr passen, Projekte, die ausgedient haben.
Ich höre oft, dass Rituale nach Esoterik klingen, nach Räucherstäbchen und einem Hauch zu viel Mystik. Das sehe ich anders. Ein Ritual ist im Kern nichts anderes als eine bewusste Handlung, die dem Moment Bedeutung gibt. Eine Kerze anzünden, ein Dankbarkeitstagebuch führen, barfuß durchs Laub laufen, das sind alles Brücken zwischen Kopf und Herz.
Und genau das brauchen wir gerade besonders. Unsere Welt ist schnell und laut und permanent verbunden. Rituale erden uns, sie geben dem Nervensystem ein Signal von Sicherheit, sie verwandeln einen ganz gewöhnlichen Alltagsmoment in etwas das man wirklich erlebt, statt nur abzuhaken.
Du musst keine Kräuterhexe sein, um Mabon zu feiern. Geh spazieren im Wald und sag für jedes Blatt, das fällt ein leises Dankeschön, das klingt kitschig, bis man es tatsächlich macht. Koch gemeinsam mit Freunden ein Herbstessen bei dem jeder etwas mitbringt, Suppe, Brot, eine selbstgemachte Marmelade. Oder zünde eine Kerze für jeden Wunsch, an den du gerade in dir trägst, und lass sie einfach eine Weile brennen während du nichts weiter tust als da zu sitzen.
Es geht nicht um starre Regeln. Es geht um bewusstes Tun, um den Moment, um dich.
Rituale sind bei mir kein Beiwerk, sie sind das Herzstück. In meinem Coaching, und ganz besonders in meinem Rauhnachtsprogramm, zeige ich dir wie du alte Naturfeste als moderne Selbstfürsorge nutzen kannst, ohne Kitsch, dafür mit echter Wirkung. Du lernst wie du Jahreskreisfeste wie Mabon oder die Sonnwende bewusst für deine eigene Entwicklung einsetzen kannst. Rituale sind der Kompass, wenn du dich gerade neu ausrichten willst.
Willst du immer weiter durch den Herbst hetzen, ohne innezuhalten, oder gönnst du dir heute einen Moment der wirklich dir gehört?
Bist du bereit deine Geschichte neu zu schreiben?
Ich, Ann-Kathrin, war einmal die Frau, die in Räumen unsichtbar wurde. Die ihre Meinung schluckte, bevor sie ausgesprochen war. Die lernte, dass Liebe etwas ist, das man sich verdient durch Anpassung, durch Schweigen, durch das Verschwinden der eigenen Bedürfnisse.
Mit 23 konnte ich manchmal kaum aufstehen. Nicht weil mein Körper krank war, sondern weil meine Seele unter einem Gewicht lag, das ich nicht benennen konnte. Bis zu dem Tag, an dem ich zum ersten Mal von Coaching hörte. Von der Idee, dass Geschichten nicht festgeschrieben sind.
Heute bin ich Story Alchemistin. Ich begleite Frauen auf dem Weg von der Gefangenen zur Schöpferin ihrer eigenen Geschichte. Mit den Archetypen wilder Göttinnen als Wegweiserinnen. Mit der uralten Weisheit, dass Transformation Zerstörung verlangt.
Die alte Geschichte niederbrennen. Die neue aus der Asche erschaffen. Das ist meine Arbeit. Das ist Story Alchemie.
Und genau diesen Weg gehe ich mit Frauen, die bereit sind, ihre eigene Verwandlung zu wagen.